Bilder im Pfarrheim

P1150601Auf Grund der vielen Anfragen zu den neuen Bildern im Pfarrheim, möchten wir an dieser Stelle unsere Gedanken dazu vorstellen.

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Zuerst sollen die drei Bilder auf der linken Seite erläutert werden.

Frauen auf dem Weg (Brigitte Bensmann)

Frauen auf dem Weg im Namen Jesus Christus. Frauen auf dem Weg im Schatten des Kreuzes. Schon am Grab Jesu trafen als Erste Frauen ein und erhielten den Auftrag, die Frohe Botschaft zu verkünden. Dieser Auftrag gilt bis heute. Auch bei uns in St. Martinus-Hagen machen sich immer wieder Frauen auf den Weg, um diesen Auftrag zu erfüllen. Sie tun es im Sinne Jesus für die Menschen, besonders für die Frauen in unserer Gemeinde. Sie spüren dabei Glück und Zufriedenheit und hinterlassen Spuren, die sicher irgendwann aufgenommen und weiter verfolgt werden.

Zitat Papst Franziskus: „Die Räume einer einschneidenden weiblichen Präsenz in der Kirche müssen weiter werden. Die Kirche kann nicht sie selbst sein ohne Frauen und deren Rolle. Die Frau ist für die Kirche unabdingbar.“

Jesus wir bitten dich, begleite und stärke alle Frauen auf ihrem Weg.

Die Flamme (Lisa Weber)

Ob du tanzen gehst in Tand und Plunder,
Ob dein Herz sich wund in Sorgen müht,
Täglich neu erfährst du noch das Wunder,
Daß des Lebens Flamme in dir glüht,

Mancher läßt sie lodern und verprassen,
Trunken im verzückten Augenblick,
Andre geben sorglich und gelassen
Kind und Enkeln weiter iht Geschick.

Doch verloren sind nur dessen Tage,
Den sein Weg durch dumpfe Dämmerung führt,
Der sich sättigt in des Tages Plage
Und des Lebens Flamme niemals spürt.
(H.Hesse)

Bewahrung der Schöpfung (Helga Korte)

Der Baum ist ein Symbol für immer neue Lebenskraft, Wachstum und Segen. Er steht auch als Sinnbild für die Natur, für Gottes großartige Schöpfung. Wir sollten sorgsam mit ihr umgehen, sie nicht aus Eigennutz zerstören und ausbeuten. Grün ist die Frabe der Hoffnung und der Anker unten links gilt als Zeichen der Hoffnung. Wir hoffen und beten, dass es uns Menschen gelingt, Gottes Schöpfung zu achten und zu bewahren.

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 Die göttliche Mitte (Andrea Berlekamp)

Guter Gott – Du bist unsere Mitte. Du bist Dreh- und Angelpunkt der Christenheit

P1150583Die drei Bilder auf der rechten Seite.

Aus dem Dunkel ans Licht (Simone Eichler)

Komm zu mir. Du bist nicht allein. Ich bin bei dir auf deinem Weg,  durch den Tunnel ins Licht. Deine Lieben, die du in der Welt der Lebenden zurück lässt, werden Trost durch liebevolle  Gemeinschaft und wärmende Zuneigung erfahren.  Und so finden auch sie ihren Weg  zurück vom Dunkel ans Licht.
Nicht heute oder morgen, aber gewiß irgendwann.

Tanzende Engel (Mechthild Ehrenbrink)

Und wenn ein Windhauch dich erreicht, so ist es vielleicht ein Flügelschlag eines tanzenden Engels. Engel mögen dich begleiten auf deinem Weg in deine neue  wunderschöne Welt. Von guten Mächten wunderbar geborgen.

Der Ursprung des Lebens (Marion Krabbemeyer)

Wasser, die Quelle des Lebens, der Ursprung allen Daseins. Im Sakrament der Taufe verbindet sich Gottes Zusage mit dem Element Wasser. Ein Ende bedeutet immer auch einen Anfang von Neuem. In Gottes Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt. Er ist das Alpha und das Omega.

 

Ausführlich wurde über die Arbeit auch im Hagener Marktboten berichtet. Den Artikel dürfen wir auch auf unserer Seite veröffentlichen. ( Quelle -Hagener Marktbote, 21. November 2013; Artikel von Claudia Stipp)

Aus sieben Bildern wurde eines

Frauen des kfd-Vorstandes schufen besonderes Gemälde für das neue Pfarrheim

Alles Trennende zu überwinden und etwas Gemeinsames zu schaffen: Das war das erklärte Ziel der sieben Frauen aus dem Vorstand der kfd St. Martinus, als sie auf der Suche nach dem richtigen Geschenk für das neue Pfarrheim (ehemals „1Treffpunkt“) ungewöhnliche Wege gingen. „Wir dachten an ein Objekt oder Bild, das wir ursprünglich von einer Künstlerin malen lassen wollten“, erklärt Lisa Weber-Jansen die Grundidee. Die Künstlerin war rasch gefunden: Ulrike Piepmeyer betreibt ihre „Kunst- und Traudichwerkstatt“ an der Mindener Straße 208 in Osnabrück. Doch die Damen hatten so unterschiedliche Vorstellungen, dass sie auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. Wie gut, dass sie sich von Ulrike Piepmeyers Alternativkonzept überzeugen ließen: Sie schlug vor, dass alle sieben Frauen ein jeweils eigenes Bild malen, das einer Grundidee folgt. Der anfänglichen Skepsis wich die Experimentierlust, und nach einem Rundgang durch Ulrike Piepmeyers Werkstatt standen Bildformate und Grundfarben fest. Nach einem Probebild, bei dem verschiedene Mischtechniken geübt werden konnten, hatten sich die Frauen für „ihre“ Farbe entschieden und es ging richtig los. Gemalt wurde mit Acrylfarben unter Verwendung von weiteren Materialien wie Holz, Sand oder Glasperlen.

Auf unserem Foto sind (v.l.) fünf der sieben Vorstandsfrauen und die unterstützende Künstlerin zu sehen, die ihre Bilder – ausgehend von den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft – mit deutlichem Bezug zum Glauben entworfen haben. Das mittlere, großformatige Bild stellt „Die göttliche Mitte“ als Bindeglied zwischen Diesseits und Jenseits dar. Das „Diesseits“ beginnt mit „Frauen auf dem Wege“, das nach den Worten der Malerin Brigitte Bensmann die wichtige Rolle der Frauen in der Kirche thematisiert. „Lebendige Liebe“ heißt das im flammenden Grundton Rot gehaltene Bild von Lisa Weber-Jansen, das sich an alle Menschen wendet, die im Pfarrheim zusammen kommen. Mit der „Bewahrung der Schöpfung“ beschäftigt sich Helga Kortes Gemälde in Grün, das gleichzeitig für Wiedergeburt und Hoffnung steht. Andrea Berlekamp schuf die „Göttliche Mitte“ mit dem goldenen Zentrum der Göttlichkeit auf grauem Grund: Dieses Gold erscheint in allen anderen Bildern ebenso und reicht weiter in das Jenseits, wo es „Aus dem Dunkel ans Licht“ geht. Simone Eichler malte dieses Bild in grünem Grundton – leider konnte sie nicht zum Fototermin kommen. Versteckt im feurigen Rot sind daneben Mechthild Ehrenbrinks „Tanzende Engel“, die Schutz und Geborgenheit, Freude und Leichtigkeit signalisieren. Zurück zum „Ursprung des Lebens“ führt schließlich Marion Krabbemeyers Bild, das in Blau den Kreislauf des Wassers mit dem Kreislauf des Lebens vergleicht. Statt ihrer – die ebenfalls verhindert war – ist hier Ulrike Piepmeyer zu sehen, die sich von Kreativität und künstlerischem Ausdruck der Frauen begeistert zeigte: „Es war faszinierend zu sehen, dass sich dann alle so schnell einig waren“, berichtet sie. Sie habe wenig dabei helfen müssen, kreativen Raum zu füllen. Über die fertigen Bilder zieht sich nach ihrem Vorschlag als Bindeglied eine gut sichtbare Linie, die bewusst aus allen sieben Bildern eines machen soll. „Dick und dünn, und alles andere als gerade sind die Linien 2– genau so wie das Leben“, erklärt Brigitte Bensmann. Wer sich die äußerst gelungene Umsetzung des Themas „kfd bewegt“ in diesem Gesamtwerk anschauen möchte, sollte unbedingt den linken großen Saal besuchen und die Bilder in aller Ruhe auf sich wirken lassen.